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Dieser Artikel behandelt die Insel Kauaʻi. Für das gleichnamige County, siehe Kauai County. |
Der ʻŌpaekaʻa-Wasserfall am Highway 580
Kauaʻi ist eine der acht Hauptinseln von Hawaiʻi und mit einem Alter von sechs Millionen Jahren die älteste Insel des Archipels. Aufgrund ihrer üppigen Vegetation wird sie auch als die Garteninsel bezeichnet. Auf einer Fläche von 1.433 km² bietet sie eine Vielfalt von Landschaftsformen und beherbergt etwa 58.000 Einwohner. Die Inselhauptstadt ist Līhuʻe mit 6.500 Einwohnern. Höchster Punkt der Insel ist der Kawaikini[1] mit 1.598 m.
Das Gebiet um den 1.569 m hohen Waiʻaleʻale ist mit durchschnittlich 11.684 mm Jahresniederschlag einer der regenreichsten Punkte der Erde. Mehr Niederschlag fällt im Durchschnitt nur in Mawsynram, Meghalaya in Indien (11.873 mm). Angesichts der unterschiedlichen Zeiten, für die dieser jährliche Durchschnitt jeweils ermittelt worden ist, gibt es eine Kontroverse über den regenreichsten Punkt der Erde, die je nach Wahl der Parameter den Waiʻaleʻale, Mawsynram oder Cherrapunji (11.430 mm) als Sieger hervorgehen lässt.
Der Tourismus ist im Gegensatz zu beispielsweise Maui und Hawaiʻi (Big Island) nicht so stark ausgeprägt, obwohl Kapaʻa mit seinem angrenzenden Coconut Beach ein touristisches Zentrum darstellt.
Geographie
Nā Pali Coast im Norden der Insel
Die gezackten und üppig bewachsenen Klippen im Norden von Kauaʻi (Nā Pali-Küste) stehen im starken Kontrast zu der trockeneren Westseite, die durch den Waimea Canyon geprägt ist (der auch als Grand Canyon des Pazifik bezeichnet wird). Der Großteil der Küste wird von Sandstränden mit Korallenriffen umsäumt.
Auf Kauaʻi befindet sich der Wailua River, der einzig schiffbare Fluss Hawaiis.
Im flachen Hanalei Tal wird vor allem Taro angebaut.
Das Kīlauea Point Lighthouse, ein Leuchtturm aus dem Jahre 1913, befindet sich auf steilen Klippen. Heute ist es zum Teil Vogelschutzgebiet, in welchem Albatrosse, Tölpel und Fregattvögel brüten. Dem Leuchtturm vorgelagert ist das kleine Eiland Mokuʻaeʻae.
Poʻipū an der sonnigen, regenarmen Südseite ist die wichtigste Urlaubsregion mit Hotelanlagen und Ferienwohnungen. Dort befindet sich auch Spouting Horn, eine im Meer endende Lavaröhre, die bei ausreichendem Wellengang ein geysirähnliches Naturschauspiel bietet.
In der Nähe von Waimea, im äußersten Westen der Insel, am Ende des Hwy. 50 liegt der naturbelassene Strand Polihale, eine wüstenhaft trockene Dünenlandschaft. Der im Nordwesten gelegene Hanakapiʻai Beach gehört ebenfalls zu den schönsten der Insel.
Geschichte
Als König Kamehameha I., der Große (1758–1819) im Jahre 1796 mit rund 10.000 Kriegern Kauaʻi erobern wollte, ging seine Flotte in der rauhen See unter. Erst 1810 unterwarf sich der König von Kauaʻi der Herrschaft von Kamehameha I. Später kamen Missionare, die auch Zuckerrohrplantagen errichteten. Heute zählt die Insel 62.000 Bewohner, die sich durch Anbau von Zuckerrohr, tropischen Früchten und zunehmend vom Tourismus ernähren.
Filme
Auf der Insel wurde die Pilotfolge der Fernsehserie Gilligans Insel gedreht. 1976 diente die Nā Pali-Küste als Kulisse für Dino de Laurentiis' Remake von King Kong und in den 90er Jahren für Steven Spielbergs erfolgreiche Jurassic Park-Filme. Auch der Disney-Film Lilo & Stitch spielt auf Kaua'i.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ USGS GNIS: Kawaikini
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